St. Marien Bad Essen

Mitteilungen des Kirchenvorstandes St. Marien Bad Essen

Renovierung des Pfarrheims

Liebe Gemeindemitglieder,

seit längerer Zeit kursieren Gerüchte und Spekulationen in unserer Gemeinde, die sich alle mit der Frage beschäftigen: Was hat der Kirchenvorstand mit unserem Pfarrheim vor?

Um diese Unsicherheiten zu beseitigen und für Transparenz zu sorgen, möchten wir Sie alle mit diesem Schreiben über das informieren, was im Zusammenhang mit diesem Themenkomplex bisher geschehen und was angedacht ist.

Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass der bauliche Zustand unseres Pfarrheimes in einem beklagenswerten Zustand ist: es entspricht in keiner Weise mehr den gesetzlichen Bestimmungen, weder den Vorgaben des Brandschutzes  noch den behördlich geforderten Emissions- und Energiewerten noch den Anforderungen unserer Gemeinde.                 

Es besteht also dringender Handlungsbedarf.

Grundsätzlich gibt es nun zwei  Möglichkeiten, wie man dieses Problem lösen kann: Entweder man renoviert oder man baut neu.                                              

Nach einer Ortsbesichtigung durch Vertreter des Bistums Osnabrück wurde uns sehr schnell und in aller Deutlichkeit klar gemacht, dass in den Augen Osnabrücks eine Renovierung nicht sinnvoll sei, und zwar aus folgenden Gründen:                                                             

die Kosten wären enorm, wenn man alle Auflagen der Behörden erfüllen wollte. Und dennoch wäre das Ergebnis am Ende nicht zufriedenstellend, da bestimmte Gegebenheiten und Schwachpunkte des alten Gebäudes auch bei einer Renovierung nicht  behoben werden könnten. Man müsste also sehr viel Geld in die Hand nehmen und bekäme als Endprodukt ein Pfarrheim, welches weiterhin unzeitgemäß wäre und den Ansprüchen der Gemeinde nicht genügte.                                                     

Ein zweiter Hinweis des Bistums war aber noch viel wichtiger: Sollte sich die Gemeinde Sankt Marien für eine Renovierung  entscheiden, würde das Bistum für diese Maßnahme keine Gelder bereitstellen –  eben aus der Erkenntnis heraus, dass es sich nicht rechnet und nicht mehr lohnt, in ein solch altes Gebäude zu investieren.              

Demgegenüber sei das Bistum bei einem Neubau jedoch bereit, 50 % der anfallenden Kosten zu übernehmen. Dies bedeutet im Klartext,  dass der Neubau eines Pfarrheimes letzten Endes kostengünstiger wäre als eine den Vorschriften entsprechende Sanierung unseres derzeitigen Pfarrheimes.                     

Bewegung in den Gesamtkomplex brachte dann eine weitere Aussage der Vertreter des Bistums: Die Kostenübernahme in Höhe von 50 % kann nur noch bis zum Jahr 2019 gewährleistet werden, da aufgrund wegbrechender Steuereinnahmen in Zukunft mit einer so großzügigen Kostenbeteiligung nicht mehr zu rechnen sei. Aus diesem Grund muss sich die Gemeinde relativ schnell entscheiden, wie sie agieren will.

Gemeindeeigene finanzielle Mittel für einen Abriss und den erforderlichen Neubau stehen jedoch derzeit ebenso wenig zur Verfügung wie alternativ für eine komplette Sanierung. Deshalb muss unsere Kirchengemeinde sich Mittel beschaffen.

Da mit einer Neubesetzung der Pfarrstelle in Zukunft nicht zu rechnen ist, bietet sich der Verkauf des Pfarrhauses und nicht benötigter Grundstücke  an,  die zum Kirchenvermögen gehören.                    

Die Entwicklung der Grundstückspreise in Bad Essen kommt uns hierbei entgegen.

Die Berechnungen ergaben, dass durch den Verkauf der zwei Grundstücke hinter dem Pfarrhaus und des Pfarrhauses selbst, welches wir zu erhalten beabsichtigen,  der finanzielle Eigenanteil unserer Kirchengemeinde abgedeckt wäre. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine Erlaubnis des Bistums, diese Einnahmen komplett für den Bau verwenden zu dürfen.

Die Grundstücke sollen auf dem freien Markt veräußert werden, Kontakte zu kirchennahen Baugenossenschaften verliefen weder finanziell noch inhaltlich in unserem Sinne.

Unsere Planungen haben derzeit ein Stadium erreicht, das es uns erlaubt, Sie als Mitglieder unserer Kirchengemeinde erstmalig über die bislang angestellten Überlegungen zu informieren. Gleichwohl ist nichts „in trockenen Tüchern“, keinerlei Verträge wurden bislang abgeschlossen. Schon im Vorfeld von Bauvorhaben lauern stets eine Menge Vorschriften und einzuholende Genehmigungen sowie finanzielle Fallstricke, die es zu erkennen gilt.

Der Kirchenvorstand tut alles, um die Selbstständigkeit unserer Gemeinde mit seiner schönen und frisch renovierten Kirche sicherzustellen. Und dies soll  schuldenfrei gelingen. 

Wenn alles so verläuft, wie wir es erhoffen, könnte in etwa drei Jahren ein Pfarrheim bezogen werden, das genau den Bedürfnissen unserer Gemeinde entspricht. 

Wenn die Planungen konkreter werden und es zu Beschlüssen kommt, werden wir die Gemeinde selbstverständlich informieren und in das Geschehen einbinden.

Für den Kirchenvorstand

Walter Croon                         

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